Neu Messen oder mit alten Messungen durchrechnen

Folgendes Beispiel ist berechnet mit BestNetwork.
 


Aufgabe

Es ist in einem Waldstück eine Grenze neu zu bestimmen. Weil im dichten Wald nicht mit GNSS gemessen werden kann, erfolgt die Messung mittels  eines Polygonzuges. Siehe Abbildung. Die grünen Punkte sind Anschlusspunkte im offenen Feld gemessen mit GNSS. Die gelben Punkte sind unbekannt. Für diese Punkte muss eine neue Koordinate gerechnet werden. Der kritischste Punkt bezüglich Genauigkeit ist der rote Punkt in der Mitte des Polygonzuges. Dieser ist gleich wie die gelben Punkte noch nicht gerechnet (hat keine bekannten Koordinaten).  

Für die Bestimmung der Koordinaten der gelben Punkte gibt es grundsätzlich zwei Lösungsansätze. Neu Messen mit moderner Totalstation oder verwenden der alten bestehenden Messungen. Um die Genauigkeit abzuschätzen, habe ich beide Varianten durchgerechnet. Für beide Varianten habe ich eine Genauigkeit von 1cm für die Anschlusspunkte gewählt Die Zentriergenauigkeit ist 1mm in beiden Varianten. Hier noch 2 Abbildungen der beiden Messausrüstungen.







Polygonzug mit Trimble Ausrüstung 2016 - Beschreibung: 

Parameter (Genauigkeit ):
- Distanz 2 mm + 2 ppm
- Richtung 0.5 mgon
- Zentrierfehler 1 mm
 



 


Polygonzug mit DKRT 1930 - Beschreibung: 

Parameter (Genauigkeit ):
- Distanz 10 mm + 100 ppm
- Richtung 1.5 mgon
- Zentrierfehler 10 mm
 



 



Resultat mit Trimble Ausrüstung 2016 - Beschreibung:

- 8 mm
 

Resultat mit DKRT 1930 - Beschreibung:


- 24 mm

 
 





Eine neu Messung der Grenze mit neuer Totalstation ist mit einer Genauigkeit von 8 mm möglich. Trotz der viel schlechteren Messgenauigkeit des alten DK - RT Instrument ist die Genauigkeit mit 24 mm aber passable. Für die Bestimmung der Grenze ist die Genauigkeit ausreichend. Es wird deshalb auf eine neue Messung verzichtet. Für die Berechnung werden die alten Aufnahmen verwendet.

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