Der Einfluss einer Fernvisur

Der Einfluss einer Fernvisur - ein Beispiel mit ehrheblicher Genauigkeitssteigerung.
Folgendes Beispiel ist berechnet mit BestNetwork.


Ausgangslage:
Es ist ein Punkt  Nr. 5 im Wald abzustecken. Entlang dem nahegelegenen Feldweg konnte mittels GNSS die Punkte Nr. 1 bis 4 mit bekannten Koordinaten gefunden werden. Der Waldrand ist dicht verwachsen. Bäume und Sträucher versperren grösstenteils die Sicht in den Wald hinein. Dank einer Lücke im Waldrand kann von einer bestimmten Stelle auf dem Weg in den Wald hinein gesehen werden. 





Messanordnung:
Die schnellste und einfachste Art den Punkt Nr. 5 abzustecken, ist über eine Freie Station Punkt Nr. 6 auf dem Feldweg. Diese Messanordnung ist in der folgender Abbildung dargestellt.

 

Genauigkeit von Punkt Nr. 5 ohne Fernvisur: Die Distanz von Stationspunkt Nr. 6 zum abzusteckenden Punkt Nr. 5 ist länger als die Anschlussdistanzen zu den Punkten 1 bis 4. Die Berechnung der Genauigkeit für den Punkt Nr. 5 ergibt deshalb ein recht schlechtes Resultat. Die Fehlerellipsen in der folgenden Abbildung veranschaulichen dies.
In der Berechnung wurde eine Genauigkeit von 35 mm für die Anschlusspunkte verwendet. Damit ergibt sich eine Genauigkeit für den Punkt Nr. 5 von 45 mm (Grosse Halbachse der Fehlerellipse).




Messanordnung mit Fernvisur:
Von der Station Nr. 6 ist eine Fernvisur (Kirche) sichtbar. Die Richtung zu diesem koordinatenmässig bekannten Punkt Nr. 7 kann ohne grossen Aufwand gemessen werden.  Die Messanordnung mit Fernvisur ist in folgender Abbildung dargestellt.



Genauigkeit von Punkt Nr. 5 mit Fernvisur:
Die Orientierung der Station wird damit deutlich verbessert. Eine erneute Berechnung mit der Fernvisur ergibt eine Genauigkeit von 18 mm für den Punkt Nr. 5.



Die Genauigkeit der Absteckung wir durch die Fernvisur erheblich verbessert. Die Genauigkeit von Punkt Nr. 5 verbessert sich von 45 mm auf 18 mm.
 


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